Abgeschlossene und laufende Projekte

Rundweg Deutschbaselitz

land-der-ideen-2012Rainer Düvell, Berliner Architekt und Bildhauer, ist mit Anne Hasselbach aus Kamenz Gestalter und Projektleiter des Projekts. Er brachte gemeinsam mit Karsten Feucht das Element der Bürgerbeteiligung durch ihre gemeinsam entwickelten Wahrnehmungswerkstätten® ein. Mit dem vom Förderverein Georg-Baselitz-Haus Kamenz e.V. getragenen Projekt verbinden sich soziokulturelle Aspekte. Gestalter, Vereine, Stadtvertreter und Bürger sind gleichermaßen beteiligt. Besonders intensiv ist die Zusammenarbeit mit dem Team der Teichwirtschaft Paultheo von Zezschwitz.

Das Projekt wurde am 18.8.2012 als „Ort der Ideen“ in Deutschland ausgezeichnet.

Das Dorf Deutschbaselitz bei Kamenz in der Oberlausitz ist von einer malerischen Teichlandschaft umgeben. Dies bringen die Bilder des 1938 in Deutschabaselitz geborenen Malers Hans-Georg Kern zum Ausdruck, der seit 1961 mit seinem Künstlernamen „Georg Baselitz“ den Ortsnamen in alle Welt trägt. Der Einfluss der Landschaft um Deutschbaselitz auf die Malerei von Georg Baselitz ist offensichtlich und auch von ihm selbst oft thematisiert worden. Ist das für das Dorf von Bedeutung? Wie kann moderne Kunst in einen Dialog mit dem Alltag vor Ort treten? Welche Potentiale kann das Thema für die Identität und Entwicklung des Ortes entfalten?

Diese Fragen führten zu der Idee eines informativen und künstlerisch gestalteten Rundwegs mit Landschaftsinszenierungen. Die öffentliche Dialogform mit den Bewohnern durch die Wahrnehmungswerkstatt® bildet die Grundlage für den Gestaltungsprozess. Das Wertvolle an dieser „Bestandsaufnahme“ des erlebten Wesens des Ortes liegt darin, dass die daraus erwachsenden Installationen und öffentlichen Aktivitäten den Wert des Ortes widerspiegeln. Die Menschen des Ortes machen die Erfahrung, dass ihre Wahrnehmung wichtig ist, richtig ist und unmittelbar ihre Umgebung gestaltet. Sie bekommen so unmittelbaren Zugriff auf Ihren Umraum.

Die installierten Objekte betonen markante Punkte, die szenisch besonders wertvoll sind oder bereits im Blickwinkel des Malers standen. Sie dienen als Wahrnehmungsinstrumente. Dadurch überträgt sich die kreative Atmosphäre, der spielerische Ansatz und unsere Entdeckerfreude auf die Gäste des Rundweges.