Projekte

2006 Lausitzwerkstatt – Von der Ruine zum belebten Ort

Direkt am heutigen Ilse- See stand das ehemalige Ledigenheim der früheren  Ilse-Bergbau AG. Viele Menschen haben hier gewohnt, gearbeitet und waren mit dem Hauptthema der Region verbunden, der Kohleförderung. Das Gebäude war von Abbaggerung und somit Abriss bedroht. Es blieb erhalten, als der Tagebau komplett vorzeitig stillgelegt wurde, war leer und zugemauert. Auf Einladung der Stadt Großräschen begann 2003 die künstlerische Ideensuche. Das Projekt „Lausitzwerkstatt – von der Ruine zum belebten Ort“ diente der partizipativ-kreativen Suche nach neuen Nutzungsformen für das Gebäude ohne vorherige Festlegung. Als Träger wurde der Verein „Lausitzwerkstatt e.V.“ gegründet. So gelang es, das Gebäude durch eine vom Land und der EU geförderte Teilsanierung von Dach und Keller zu retten.

Durch Wahrnehmungswerkstätten mit Schülern des Ortes, ehemaligen Bewohnern des Hauses und Architekturstudenten wurde der besondere Charakter des Ortes deutlich. Es wurde eine sehr heilsame Atmosphäre wahrgenommen. So lagen Ideen und Entwürfe für ein kreatives Haus mit Seminaren, Ateliers, Werkstätten, Gastronomie und Übernachtung bis hin zu langfristigen Ausstellungen zur Lausitz und einer offenen, generationsübergreifende, der Region verpflichteten Entwicklung nahe.

Von dem Gebäude und Verein LAusitzwerkstatt e.V. aus konnten weitere Aktivitäten wie die Inszenierung zu „Alles verloren – Alles gewonnen?“ im Jahr 2005 unterstützt werden, 2007 wurde das Gebäude umfassend zum Seehotel umgebaut. Noch heute schlägt sich in der kulturellen Nutzung im Westflügel des Gebäudes und im integrierten „Fälscher-Museum“ die kreativ-künstlerische Ausrichtung der kreativen Anfangsphase nieder.

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