Dialogräume für Demokratie, Erinnerung und Zukunft
Dialog-Räume mit Wahrnehmungswerkstatt, begehbarer Installation und Zeitzeugen
–
Rund um den Jahrestag des Grundgesetzes (23./24. Mai 1949) ist das Projekt am Rathausplatz Zeuthen an der Seestraße zu erleben. Seit dem 3. Oktober 1990 gilt das Grundgesetz für alle 16 Bundesländer — mit unterschiedlichen Erfahrungszeiträumen: 77 Jahre in Bundesländern mit BRD-Wurzeln, 36 Jahre in Ländern mit DDR-Herkunft. Diesen gemeinsamen und sehr vielfältigen Erfahrungshorizont machen begehbare „Zeit-Räume“ sichtbar und laden zum Austausch ein — von 1945 über 1949, 1989 – 1990 bis heute.
Themen wie Identität, Umbruch und Einheit finden ebenso Raum wie persönliche Erfahrungen. Gerade historisch Interessierte, besonders Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind herzlich eingeladen in Dialogen mit Jugendlichen und Schülern eigenes Erfahrungswissen zu vermitteln.
Termine
Die Installation wird täglich für Dialoge eröffnet und begleitet
Täglich ab 15 Uhr: Gesprächsformat mit Zeitzeugen und ausgewählten Gruppen sowie Gästen, die den Ort und das Thema für sich entdecken
23. Mai 2026, ab 15 Uhr: öffentliche Wahrnehmungswerkstatt® besonders zur Thematisierung des Grundgesetzes als verbindendes Element und somit gemeinsamen Erfahrungsraum für Menschen aller Bundesländer
flexible Zeiten nach Absprache für Schulklassen und Gruppen
Zur haptischen Erfahrung dieses Themas hat der Bildhauer und Architekt Rainer Düvell eigens das Projekt „Grenzerfahrung – Wahrnehmung Deutsche Einheit“ mit begehbarer Rauminstallation zu 100 Jahren Deutscher Geschichte kombiniert mit offener Reflexion, Wahrnehmung und Dialog entwickelt. Begehbare „Zeit – Räume“ lenken den Blick auf komplexe Zusammenhänge und wecken Verständnis für Entwicklungen, die über die eigene Zeit und Lebenserfahrungen hinausgehen: von Deutschland als Kriegstreiber, 1945 Kriegsende und Besatzungszonen, 1949 Gründung von 2 deutschen Staaten, 1989 Revolution in der DDR und dem folgenden Beitritt zur BRD am 3. Oktober 1990.
Identitätssuche – Irritation – Vorbehalte – Ankommen – Weggehen oder Einheit sind Themen, die Menschen aller Generationen insbesondere aus Bundesländern mit DDR-Herkunft beschäftigen. Das Dialog-Kunstprojekt bietet jährlich am jeweiligen Standort der Feiern zum Tag der Deutschen Einheit einen neutralen Rahmen und kommunikativen Beitrag als offenen, demokratieförderlichen Wahrnehmungs- und Gesprächsraum.
Das Projekt wird getragen vom Verein für Wahrnehmung – Kunst – Dialog e.V.. Um das Projekt zu unterstützen sind Spenden herzlich willkommen. Eine entsprechende Spendenbescheinigung ist möglich. Konto bei Commerzbank, WKD – Düvell, IBAN: DE72100400000116101700
Chronologie
2026 Bremen
2025 Saarbrücken
2024 Schwerin
2023 Hamburg
2022 Berlin
langfristige Entwicklung bis 2030
Die jährliche Durchführung von Kunstinstallationen und Dialogen durch Wahrnehmungswerkstätten im Kontext der Feiern zum Tag der Einheit am 3. Oktober anlässlich des Beitritts der DDR zur BRD nach Grundgesetz im Jahr 1990 wird vom Verein für Wahrnehmung – Kunst – Dialog e.V. getragen. Der Verein bündelt, organisiert und informiert zu den jährlichen Aktivitäten. Das Projekt begleitet die Feierlichkeiten rund um den Beitritt der DDR zur BRD vom 3.10.1990 im jeweiligen Bundesland bis 2030. Dann jährt sich zum 40. en mal der Tag der Einheit. Das Bewusstsein wird für die Verschiedenheit der individuellen Wahrnehmungen am jeweiligen Ort geschärft, also dem Bundesland mit der aktuellen Bundesratspräsidentschaft. Ziel ist vor allem das bislang „blockierte“ Potenzial zu aktivieren, die langjährigen Spannungen und die aktuelle Wirkung auf uns wahrzunehmen.
Diese Seite benutzt keine Cookies, außerdem werden keine Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.