Grenzerfahrung – Wahrnehmung Deutsche Einheit

Grenzerfahrung – Wahrnehmung Deutsche Einheit

Dialogräume für Demokratie, Erinnerung und Zukunft

Dialog-Räume mit Wahrnehmungswerkstatt, begehbarer Installation und Zeitzeugen

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Rund um den Jahrestag des Grundgesetzes (23./24. Mai 1949) ist das Projekt am Rathausplatz Zeuthen an der Seestraße zu erleben. Seit dem 3. Oktober 1990 gilt das Grundgesetz für alle 16 Bundesländer — mit unterschiedlichen Erfahrungszeiträumen: 77 Jahre in Bundesländern mit BRD-Wurzeln, 36 Jahre in Ländern mit DDR-Herkunft. Diesen gemeinsamen und sehr vielfältigen Erfahrungshorizont machen begehbare „Zeit-Räume“ sichtbar und laden zum Austausch ein — von 1945 über 1949, 1989 – 1990 bis heute.

19.5. ab 15:00 Uhr – Thommy Thiele, Vorsitzender Kreisjugendring Dahme – Spreewald

Er berichtet von Jugend- und Bildungsarbeit, Erfahrungen junger Menschen mit gesellschaftlichen Veränderungen sowie über Chancen und Herausforderungen für die nächste Generation.

20.5. ab 15:00 Uhr – Gerhard Ringmann, Ministerialdirigent a. D. und ehemaliger Leiter des Büros des Ministerpräsidenten Manfred Stolpe. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen gesellschaftlicher Umbrüche, Verantwortung in Zeiten des Wandels sowie persönliche und gesellschaftliche Belastungen und deren Bewältigung.

21.5. ab 15:00 Uhr – Markus Meckel Außenminister der DDR in der letzten frei gewählten Regierung bis 3.10.1990

Schwerpunkt ist sein Blickwinkel und seine Erfahrungen der politischen Umbruchzeit 1989-90, besonders im Hinblick auf seine persönliche politische Aktivität, die Perspektive einer neuen Verfassung und das nun gültige Grundgesetz.

22.5. ab 16:30 Uhr – Katrin Rohnstock – Zeitzeugin, Publizistin und Herausgeberin. Ausgehend von ihrem Buch „Der große Schock. Ostdeutsche erzählen von den Folgen der Treuhand-Politik“ geht es um biografische Erfahrungen von Verlust, Neuanfang und Würde sowie die Bedeutung des Erinnerns für das Verständnis gesellschaftlicher Veränderungen.

Mai 23.5. ab 15:00 Uhr Wahrnehmungsdialog zum Tag des Grundgesetzes

Das Grundgesetz trat am 24. Mai 1949 in Kraft, es gilt ab dem 3. Oktober 1990 für alle Bundesländer. E geht um seine Bedeutung als verbindendes Element und gemeinsamen Erfahrungsraum für die Menschen in Deutschland.

24.5. – Begegnung und Austausch

Offener Raum für Gespräche, persönliche Erinnerungen und individuelle Besuche der Installation

25.5. – Einheit und Aufbruch

Lesung Aron Boks – Autor „Starkstromzeit“ , sein Urgroßonkel war Willi Sitte

feierlicher Abschluss der Projektwoche mit Rückblick auf die Begegnungen der vergangenen Tage.

Ergänzender Hinweis                                                              Aktualisierungen finden Sie unter www.deutsche-einheit.eu

Themen wie Identität, Umbruch und Einheit finden ebenso Raum wie persönliche Erfahrungen. Gerade historisch Interessierte, besonders Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind herzlich eingeladen in Dialogen mit Jugendlichen und Schülern eigenes Erfahrungswissen zu vermitteln.

Das Projekt wird getragen vom
Wahrnehmung – Kunst – Dialog e. V.

Unterstützt wird das Projekt durch:

  • die Gemeinde Zeuthen
  • die Sparkassenstiftung Dahme-Spreewald
  • die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

 

langfristige Projektentwicklung

Zur haptischen Erfahrung des Themas hat der Bildhauer und Architekt Rainer Düvell eigens das Projekt „Grenzerfahrung – Wahrnehmung Deutsche Einheit“ mit begehbarer Rauminstallation zu 100 Jahren Deutscher Geschichte kombiniert mit offener Reflexion, Wahrnehmung und Dialog entwickelt. Begehbare „Zeit – Räume“ lenken den Blick auf komplexe Zusammenhänge und wecken Verständnis für Entwicklungen, die über die eigene Zeit und Lebenserfahrungen hinausgehen: von Deutschland als Kriegstreiber, 1945 Kriegsende und Besatzungszonen, 1949 Gründung von 2 deutschen Staaten, 1989 Revolution in der DDR und dem folgenden Beitritt zur BRD am 3. Oktober 1990.

Identitätssuche – Irritation – Vorbehalte – Ankommen – Weggehen oder Einheit sind Themen, die Menschen aller Generationen insbesondere aus Bundesländern mit DDR-Herkunft beschäftigen. Das Dialog-Kunstprojekt bietet jährlich am jeweiligen Standort der Feiern zum Tag der Deutschen Einheit einen neutralen Rahmen und kommunikativen Beitrag als offenen, demokratieförderlichen Wahrnehmungs- und Gesprächsraum.

Das Projekt wird getragen vom Verein für Wahrnehmung – Kunst – Dialog e.V.. Um das Projekt zu unterstützen sind Spenden herzlich willkommen. Eine entsprechende Spendenbescheinigung ist möglich. Konto bei Commerzbank, WKD – Düvell, IBAN: DE72100400000116101700

Chronologie

2026 Bremen

2025 Saarbrücken

2024 Schwerin

2023 Hamburg

 

 

2022 Berlin

 

langfristige Entwicklung bis 2030 

Die jährliche Durchführung von Kunstinstallationen und Dialogen durch Wahrnehmungswerkstätten im Kontext der Feiern zum Tag der Einheit am 3. Oktober  anlässlich des Beitritts der DDR zur BRD nach Grundgesetz im Jahr 1990 wird vom Verein für Wahrnehmung – Kunst – Dialog e.V. getragen. Der Verein bündelt, organisiert und informiert zu den jährlichen Aktivitäten. Das Projekt begleitet die Feierlichkeiten rund um den Beitritt der DDR zur BRD vom 3.10.1990 im jeweiligen Bundesland bis 2030. Dann jährt sich zum 40. en mal der Tag der Einheit. Das  Bewusstsein wird für die Verschiedenheit der individuellen Wahrnehmungen am jeweiligen Ort geschärft, also dem Bundesland mit der aktuellen Bundesratspräsidentschaft.

2024 Göttliches Licht – Marienkirche Berlin

temporäre Installation im Altarraum

künstlerische Idee:
1. Der Lichtstrahl steht für sich. Die Blick schweift in die Höhe, die Gedanken werden über den Kirchraum hinaus geführt. Ebenso lässt sich die Lichtlinie am Bodenpunkt in die Erde gedanklich weiterführen. Sie verbindet Unten und Oben, Innen und Außen, den sakralen mit dem weltlichen Raum.
2. Das Kunstwerk ist Blicklenkung und Symbol zugleich. Zudem greift die Installation durch ihre minimale Form viele Motive der historischen Gestaltung auf und tritt somit in Resonanz zu den über die Jahrhunderte gewachsenen, verschiedensten Formen und Elementen am Altar, an der Kanzel sowie den historischen Bildern.

–    sie spricht durch ihre künstlerische Gestaltung bereits von fern an und weckt Neugierde
–    Gleichzeitig lädt sie ein, zu verweilen, die Gedanken der Linie folgen zu lassen

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