Wahrnehmung Mauerareal Bernauer Straße – 2006

Wahrnehmung Mauerareal Bernauer Straße – 2006

Im Vorfeld zur Gestaltung des Mauerareals an der Bernauer Straße wurde mit den zuständigen Anliegern und Institutionen eine Wahrnehmungswerkstatt durchgeführt. Darauf basierend wurden markante Orte entlang des Mauerstreifens festgelegt und durch Rückfragen an die Berliner Themen formuliert.

Im Ergebnis dieses Planungsschrittes wurde ein Wettbewerb seitens der Stadt Berlin ausgelobt, der durch ein externes Team gewonnen und realisiert wurde..

Gestaltung von Tagebaulandschaften durch Kunst

KUNST UND WAHRNEHMUNG IM TAGEBAU

Der Tagebau schuf neue Landschaften. Für einige Jahre waren die Tagebaue begehbar, bevor sie zu Seenlandschaften umgestaltet wurden. In diesen „Zwischenlandschaften“ konnten wir 2002 mit sinnlichen Tagebauerkundungen „Canyon, Steppe und Giganten aus Stahl“ sowie darauf aufbauend 2005 mit der Inszenierung „Alles verloren – Alles gewonnen“ mit dem Schweizer Regisseur J. Montalta einen wesentlichen Beitrag im direkten Zusammenspiel mit den Anwohnern bieten. Dies konnte im Zuge der Umgestaltung der Lausitz im Rahmen der IBA – Fürst Pückler Land ermöglicht werden.

Die gewaltigen Tagebaue der Lausitz wurden erlebbar und begreifbar. Gleichzeitig wurde der Prozess der Umstrukturierung einer ganzen Region vermittelt. In dieser Zeit entstand die „Kugelsäule“ als Symbol für das Ende der Kohleförderung, eine Bühneninszenierung für Barockmusik und das Tagebau- Sehrohr.

Wahrnehmung Deutsche Einheit 2020 – 2030

Christiane Schade, Ärztin, Bernau: „Im Zuge der Auflösung der DDR und der folgenden Wandlungsprozesse haben aus meiner Sicht viele Menschen aus der DDD durch Anpassungsdruck, Existenzbrüche und familiäre Krisen ein Trauma erlebt, ich würde sogar behaupten die Mehrzahl der Menschen, das in verschiedensten Ausprägungen bis heute wirksam ist. Dies zu bearbeiten ist enorm wertvoll, jedoch ist es mühsam und wird nur von wenigen benannt, da solche Selbstreflexion hohen Mut und Kraft erfordert. Insofern ist ein künstlerisches Projekt, das sich dieser Thematik in seiner eigenen Wirkungsweise widmet, äußerst wertvoll.“

2020 bis 2030

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