Freiluftausstellung Erzberg, Österreich

Freiluftausstellung Erzberg, Österreich

Gestaltung

Seit über 1300 Jahren wird am Erzberg Eisenerz gefördert. Der Besuch des „Erlebnisreich Erzberg“ eröffnet seinen Gästen, den modernen Tagebau Erzberg, seine Geschichte und Bedeutung sinnlich zu erleben, sich selbst zu erschließen und zu reflektieren. Am Beispiel des aktiven Tagebaus Erzberg führt er in die Auseinandersetzung mit dem Anthropozän.

Entwicklung

Freiluftausstellung mit Wegeleitsystem: Wegeführung, Aussichtspunkte, Tafeln und Erläuterungen, Sehrohre, Tore, Wege, Plattformen, Skyway, Stollen- und Tunnelgestaltung, Besuchergebäude

Wahrnehmung

Aufbauend auf Wahrnehmungwerkstätten® wurde schrittweise die Konzeption und Gestaltung einer bergbaulichen Freiluftausstellung entwickelt. Parallel zum aktiven Bergbau der VA-Erzberg besuchen Touristen die beeindruckende Förderanlage und Landschaft. Aufgabe der Gestaltung ist eine Freiluftausstellung, die von den Gästen frei und ohne Gästeführung erlebt werden kann, eine Herausforderung der Planung, um Arbeitsbereiche und Publikumsbereiche optimal zu verzahnen.

Innovation

Für „Abenteuer Erzberg“ wurde nach innovativen, touristischen Produkten gesucht, die auf interaktiven und emotional ansprechenden Erlebnistourismus orientiert sind. Hierfür hat VA-Erzberg mit der Gestaltung durch transform ein bergbauliches Freiluftmuseum entwickelt.

2016 Wahrnehmungs Werkstatt Kamenz

Potenziale im Zentrum von Kamenz

temporäre Installationen am Rathaus im Zentrum von Kamenz, Westlausitz.

Rainer Düvell arbeitet im direkten Orts- und Architekturbezug. Er vereint konkret sichtbare Rauminstallationen als Reaktion oder Beitrag einer temporären oder dauerhaften Inszenierung an einem Ort mit dem Gespräch und Informationen der Ortsansässigen. Jeweils ist eine Inspiration und das Zusammenspiel mit Akteuren vor Ort möglich ( Jugendliche bei den Rauminszenierungen, Bürger aller Altersgruppen in direkter Kommunikation).

Entfaltung regionaler Potenziale mit STADT_RAUM_KUNST:

  • Überraschungseffekt: Kreativ/irritierend und zugleich völlig logisch/verständlich
  • eindeutige Erkennbarkeit und Sichtbarkeit vor Ort: hier trifft man sich, erhält Information und kommuniziert
  • Veränderung: enthält eine eigene Logik, ist flexibel und beeinflusst eine Ortssituation
  • Service: kulinarische Station für Gespräch und Aufenthaltsqualität

 

Wegmarken/ Landmarks BUGA 2015

Landart – BUGA 2015

Das Team Rainer Düvell  und  Ute Deutz  www.utedeutz.de entwickelte die Wegmarken als eine Form von Landschaftsarchitektur speziell zur Gestaltung der Landschaftsräume für das BUGA – Areal, das sich über 80 km von Havelberg bis Brandenburg erstreckt. Die BUGA 2015 findet unter dem Motto „Von Dom zu Dom – das blaue Band der Havel“ statt und verbindet damit 5 Orte.

The team around Rainer Düvell and Karsten Feucht designed together with Ute Deutz (www.utedeutz.de) Landmarks as a form of landscape architecture specifically to illustrate the landform around the BUGA-area, which stretches out over 80km from Havelberg to Brandenburg. The BUGA 2015 follows the motto “From Dome to Dome – the blue belt of the Havel” and therein binds together 5 locations.

Wegmarken/ Landmarks

Die Installation schafft mit einem minimalen Eingriff in das Landschaftsbild eine Irritation, die einen zweiten Blick des Besuchers provoziert. Die Anmutung künstlicher, blauer Grashalme, die unvermutet in der Landschaft wachsen, ihre Bewegung im Wind und das Farbspiel im Lichtwechsel verlocken zu einer genaueren Betrachtung. Gleich einer durchlässigen Wand gliedern die in Reihung gesetzten Stangen die Natur in rhythmische Bildabschnitte und ziehen gleichzeitig eine Linie in den Horizont. In ihrem Bezug zu den jeweiligen topographischen Besonderheiten der Landschaft, schaffen sie einen reizvollen Kontrast, in dem das Wechselspiel zwischen Natur und Kunst in einen Dialog trifft.

With a very minimal interference to its surroundings, the installation creates an irritation, which provokes the visitor to look again. The impression of artificial, blue blades of grass unexpectedly growing out of the scenery, their movement in the wind and the change of color in the light entices to a closer inspection. Much like a see-through wall, the orderly rows of poles divide the nature into rhythmic display windows and at the same time draw a line on the horizon. In reference to the respective special topographic features of the landscape, the artwork creates an alluring contrast, wherein the interplay between nature and art becomes dialogue.

Wahrnehmung und Realisierung/ Perception and Implementation

Der wesentlichste Aspekt ist die optische Brücke der Installationen zwischen der Landschaft und den BUGA – Standorten. So geht es bei der Inszenierung in den weiten Landschaftsbereichen zwischen den BUGA Standorten Havelberg, Rhinow/Stölln, Rathenow, Premnitz und Brandenburg darum, eine deutlich erkennbare Verbindung zu symbolisieren.

The most prominent aspect of the installation is the visual bridge between the landscape and the BUGA-locations. The purpose of the set-up inside the vast rural areas between the BUGA-locations Havelberg, Rhinow/Stölln, Rathenow, Premnitz and Brandenburg is to create a noticeable visualization that symbolizes a Connection.

2011 Wahrnehmungs Werkstatt Rundweg Deutschbaselitz

land-der-ideen-2012Rainer Düvell, Berliner Architekt und Bildhauer, ist mit Anne Hasselbach aus Kamenz Gestalter des Projekts. Mit dem vom Förderverein Georg-Baselitz-Haus Kamenz e.V. getragenen Projekt verbinden sich soziokulturelle Aspekte. Gestalter, Vereine, Stadtvertreter und Bürger sind gleichermaßen beteiligt.

Das Projekt wurde am 18.8.2012 als „Ort der Ideen“ in Deutschland ausgezeichnet.

Prof. Dr. Martin Roth – ehem. Director Victoria and Albert Museum London

„Eine einzigartige Art und Weise, sich dem Schaffen des Künstlers und seinen Wurzeln zu nähern, bietet der DeutschBaselitz Rundweg im sächsischen Kamenz. Dort setzen Kunstinstallationen die Seenlandschaft um den Geburtsort des Malers und Bildhauers in Szene.

Einerseits ist die Idee, wie Informationen über einen Künstler vermittelt werden ungewöhnlich, kreativ und innovativ. Andererseits ist es ein exzellentes Beispiel dafür, wie Kunst in einem öffentlichen Dialog einem breiten Publikum vermittelt werden kann und so wieder ihre Rolle als Geschichts- und Sinnvermittler erfüllt.“

Das Dorf Deutschbaselitz bei Kamenz in der Oberlausitz ist von einer malerischen Teichlandschaft umgeben. Dies bringen die Bilder des 1938 in Deutschabaselitz geborenen Malers Hans-Georg Kern zum Ausdruck, der seit 1961 mit seinem Künstlernamen „Georg Baselitz“ den Ortsnamen in alle Welt trägt. Der Einfluss der Landschaft um Deutschbaselitz auf die Malerei von Georg Baselitz ist offensichtlich und auch von ihm selbst oft thematisiert worden. Ist das für das Dorf von Bedeutung? Wie kann moderne Kunst in einen Dialog mit dem Alltag vor Ort treten? Welche Potenziale kann das Thema für die Identität und Entwicklung des Ortes entfalten?

Diese Fragen führten zu der Idee eines informativen und künstlerisch gestalteten Rundwegs mit Landschaftsinszenierungen. Die öffentliche Dialogform mit den Bewohnern durch die Wahrnehmungswerkstatt® bildet die Grundlage für den Gestaltungsprozess. Das Wertvolle an dieser „Bestandsaufnahme“ des erlebten Wesens des Ortes liegt darin, dass die daraus erwachsenden Installationen und öffentlichen Aktivitäten den Wert des Ortes widerspiegeln. Die Menschen des Ortes machen die Erfahrung, dass ihre Wahrnehmung wichtig ist und unmittelbar ihre Umgebung gestaltet.

Die installierten Objekte betonen szenisch besonders wertvolle Orte die teilweise auch im Blickwinkel des Malers standen. Sie dienen als Wahrnehmungsinstrumente. Durch den spielerischen Ansatz entsteht eine kreative Atmosphäre und  Entdeckerfreude für die Gäste.

Wahrnehmungswerkstatt und Analyse zum Mauerareal Bernauer Strasse Berlin

Im Vorfeld zur Gestaltung des Mauerareals an der Bernauer Straße wurde mit den zuständigen Anliegern und Institutionen eine Wahrnehmungswerkstatt durchgeführt. Darauf basierend wurden markante Orte entlang des Mauerstreifens festgelegt und durch Rückfragen an die Berliner Themen formuliert.

Im Ergebnis dieses Planungsschrittes wurde ein Wettbewerb seitens der Stadt Berlin ausgelobt, der durch ein externes Team gewonnen und realisiert wurde..

Gestaltung von Tagebaulandschaften mit Kunst und Tourismus

Die gewaltigen Tagebaue der Lausitz werden erlebbar und begreifbar gemacht. Gleichzeitig wird Prozess der Umstrukturierung einer ganzen Region vermittelt. Hierfür wird ein spezielles Veranstaltungsformat entwickelt, das Impulse aus der Wahrnehmungswissenschaft, Kunst und Theater einbezieht. Sinnliche Tagebauerkundungen, Kunstinstallationen, Theateraufführungen etc. machen zunächst Verborgenes sichtbar und erlebbar. Sie geben Einblick in die besondere Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Lausitz und ermöglichen Begegnungen mit Menschen der Region.

LaFabrik, Berlin

Raum Wahrnehmen

Bei der „Entdeckung“ des Fabrikgebäudes 1996 war zunächst ein leeres, mehrstöckiges Gebäude vorgefunden worden. Die Spuren verschiedener Gewerke wie eine Tischlerei, eine Bootsmotoren-werkstatt, eine Hutmacherei u.a.m. gaben diesem schönen Zeugnis der Berliner Gründerzeit einen ganz eigenen Charakter.

Es zeigte sich im Haus ein fast „ländlicher“ Charakter, ruhig und still im Vergleich zur tosenden Straße, der Frankfurter Allee. Es kristallisierte sich heraus, dass eine Mischung von Kunst, Ateliers, Ausstellungen bis hin zu Gastronomie dem Charakter des Ortes sehr entsprechen.

Raum Entwickeln

Das Haus wurde bekannt als „LaFabrik – Haus für Kunst, Kultur, Begegnung“. Noch im alten Zustand fanden eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen statt, es entstand eine kleine Bar und ein Tangolibre-Salon und es gab immer mehr Bestätigung, dass dieses Konzept auch nach einer Sanierung tragfähig ist. „LaFabrik“ war Sitz des „Büros für Raumentwicklung“ (heute „transform“), das zusammen mit dem „Verein Ortkultur“ das Haus trug und organisierte.

Raum Bauen

So konnte der Eigentümer dafür gewonnen werden, bei der Sanierung unser architektonisches Konzept zu realisieren, welches von der zur Hofgestaltung über das freigelegte alte Mauerwerk bis zur allen zugänglichen Dachterrasse reichte.

1997 Wahrnehmungs Werkstätten Kulturforum Berlin

aktiv vor Ort

Die kulturelle und architektonische Entwicklung des Kulturforums beschäftigt Künstler, Planer und Architekten seit einigen Generationen. Karsten Feucht und Rainer Düvell schlugen mit ihren Diplom-Entwürfen „Architektonische Interventionen am Kulturforum“ (1997) bzw. „Tempel der Sinne im Kulturforum“ (1998) einen alternativen, lebendigen Umgang mit diesem Kulturort vor. Vom 1.4.1997 bis zum 31.3.1998 gestalteten Karsten Feucht und Rainer Düvell mit der „Raumentwicklung Kutlurforum“ vor Ort die Fläche zwischen Philharmonie und der Neuen Nationalgalerie mit Rauminstallationen, Inszenierungen und der Schaffung von kulturellen Anlässen für Nutzer und Gäste des Kulturforums . Dies setzte sich in folgenden Jahren fort – z.B. im jährlichen Sommersonnwende-Feuer anlässlich der kürzesten Nacht.

Analyse durch Wahrnehmungswerkstätten® seit 1997

Seit Sommer 1997 haben wir mit der Wahrnehmungswerkstatt® in verschiedenen Jahren und mit unterschiedlichsten Gästen eine Form der Bestandsaufnahme entwickelt, die den Widerspruch zwischen der öffentlichen Bedeutung des Kulturforums und den realen Schwierigkeiten vor Ort aufzeigt. Durch die Wahrnehmungswerkstatt erhielten wir eine präzise Charakterbeschreibung des Kulturforums. Gerade während der Phase des neu eingeweihten Potsdamer Platzes wurde die Bedeutung des Kulturforums als ein Ort, an dem Kultur entstehen kann, im Kontrast zum eher wirtschaftlich und durch Konsumieren geprägten Potsdamer Platz deutlich.

Langfristigkeit

Immer wieder gibt es Kolloquien oder Konferenzen seitens der Öffentlichkeit, die sich mit der erforderlichen Belebung des Kulturforums beschäftigen. Dies zeigt, dass allein durch die bauliche Gestaltung noch wenig Gewähr für die Belebung des Kulturforums entsteht. Es braucht hier aus planerischer Logik eine Strategie zur kulturellen Entwicklung.

 

2010 Wahrnehmungs Werkstatt Marienkirche Berlin

Für das Jahr 2009 und 2010 war in der Marienkirche Berlin, direkt am Alexanderplatz neben dem Fernsehturm und Roten Rathaus, eine Restaurierungsphase geplant, die im Innenraum Gerüst für die anstehenden Arbeiten zur Folge hatte.

Diese Zeitspanne nutzten wir, um mit den vor Ort tätigen Pfarrern eine Wahrnehmungswerkstatt innerhalb der Bauphase 2009 durchzuführen um im Ergebnis der untersuchten Außen- und Innenwirkung 2010 mit Kunstinstallationen auf die eingerüstete Situation im Innenraum der Kirche zu reagieren.

2013 kam die Installation „Wenn Mauern sprechen könnten“ von Rainer Düvell und Jörg Oswald dazu. Hier kann der Besucher selbst entdecken, welche Geschichten sich in vielen Jahrhunderten in der Marienkirche im Herzen Berlins ereigneten. Die Mauern haben alles gehört: was wäre wenn sie sprechen könnten? Das Konzept verknüpft reizvoll Ton-, Licht- und Bild-Inszenierungen. Eine erste Realisierung bezieht sich auf die Rede Martin Luther Kings, als er bei seinem Besuch 1964 im geteilten Berlin auch in der Marienkirche zu den Menschen sprach. Die Hörbox in den Bänken gibt die damalige bewegende Rede wieder.

2006 Wahrnehmungs Werkstätten zur Lausitzwerkstatt

Direkt am heutigen Ilse- See stand das ehemalige Ledigenheim der früheren  Ilse-Bergbau AG. Dieses Gebäude war bereits von der Abbaggerung bedroht, stand also kurz vor dem Abriss. Es konnte jedoch erhalten werden, als der Tagebau stillgelegt wurde. Viele Jahre war es leerstehend und zugemauert.
Im Jahr 2003 begann auf Einladung der Stadt Großräschen die künstlerische Ideensuche für dieses Projekt. So entstand das Projekt „Lauistzwerkstatt – von der Ruine zu einem belebten Ort“. Ziel war eine partizipativ-kreative Suche nach einer Nutzung für das Gebäude ohne vorherige Festlegung. Als Träger dieses offenen Prozesses wurde der Verein „Lausitzwerstatt e.V.“ gegründet. Nur so gelang es, das Gebäude durch eine vom Land und der EU geförderte Teilsanierung des Daches und des Kellers zu retten.

In einer Vielzahl Wahrnehmungswerkstätten mit Ortsansässigen, ehemaligen Bewohnern und Architekturstudenten der Fachhochschule Lausitz wurde der besondere Charakter eines Ortes deutlich, der an der Schnittstelle zur ehemaligen Grube liegt und somit zugleich in einigen Jahren direkt am Großräschener See, wenn dieser voraussichtlich 2017 fertig geflutet ist. Viele Menschen haben hier gewohnt, gearbeitet und sind mit dem Hauptthema der Region verbunden, der Kohleförderung. Die Beschreibungen, Empfehlungen und Entwürfe aller Beteiligten für die Ortsentwicklung waren immer eine sehr offene, generationsübergreifende, der Region verpflichtete Entwicklung. Es wurde eine sehr heilsame Atmosphäre wahrgenommen. So lagen Ideen für ein kreatives Haus mit Seminaren, Ateliers, Werkstätten, Gastronomie und Übernachtung bis hin zu langfristigen Ausstellungen zur Region der Lausitz und ihrer Entwicklung nahe.

2007 wurde das Gebäude umfassend zum Seehotel umgebaut. Noch heute schlägt sich in der kulturellen Nutzung im Westflügel des Gebäudes und im integrierten „Fälscher-Museum“ die kreativ-künstlerische Ausrichtung der kreativen Anfangsphase nieder.

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